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Betriebsstätte durch grenzüberschreitende zahnärztliche Behandlungsleistungen
Ausgabe:
Steuernews für Ärzte

Sind die Kosten für einen Kuraufenthalt steuerlich abzugsfähig?

Welche Voraussetzungen und Nachweise müssen vorliegen? ...mehr

Steuerliche Behandlung von Sonderklassegebühren

Wann liegen Einkünfte aus unselbständiger bzw. selbständiger Arbeit vor? ...mehr

Grenzen der ärztlichen Aufklärungspflicht – 2 Entscheidungen

Der Kläger wurde vor der Operation anhand des Aufklärungsbogens über das Risiko von Nervenverletzungen, Missempfindungen sowie Bewegungsstörungen aufgeklärt. Auch könne es zu Lähmungserscheinungen kommen, wobei der behandelnde Arzt dieses Operationsrisiko in Klammer gesetzt und erläutert hat, dass es sich dabei um eine sehr, sehr unwahrscheinliche Komplikation handle. ...mehr

Wann müssen niedergelassene Ärzte den ORF-Beitrag entrichten?

Ausnahme bei Ordination und Wohnsitz an einer Adresse ...mehr

Betriebsstätte durch grenzüberschreitende zahnärztliche Behandlungsleistungen

Verwaltungsgerichtshof bestätigt Annahme einer Betriebsstätte bei grenzüberschreitenden Zahnarztleistungen ...mehr

Kulturlinks – Sommer 2026

Im Frühling 2026 gibt es wieder interessante Veranstaltungen! ...mehr

Betriebsstätte durch grenzüberschreitende zahnärztliche Behandlungsleistungen

Haus und Stehtoskop

Erbringen Ärzte auf selbständiger Basis im Ausland Behandlungsleistungen, so kann dies steuerliche Konsequenzen im Ausland in Form der Begründung einer ertragsteuerlichen Betriebsstätte nach sich ziehen.

Wird seitens des ausländischen Staates eine Betriebsstätte unterstellt, so hat dies in der Folge zur Konsequenz, dass der behandelnde Arzt mit seinem für die im Ausland erbrachte Behandlungsleistung empfangenen Honorar im Ausland der beschränkten Steuerpflicht unterliegt. Wie streng die Auslegung diesbezüglich ist, zeigt eine aktuelle Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs. 

Rechtsansicht des Verwaltungsgerichtshofs vom 26.11.2025 (VwGH Ra 2024/15/0036)

Im Rahmen einer jüngst ergangenen Entscheidung war der Verwaltungsgerichtshof mit einem Fall befasst, im Rahmen dessen ein in Deutschland ansässiger Zahnarzt Behandlungsleistungen in drei österreichischen Justizanstalten erbrachte.

Im Rahmen des konkreten Falls stellten die Justizanstalten dem Zahnarzt in ihren Räumlichkeiten jeweils einen Raum samt dem erforderlichen Mobiliar (Behandlungsstuhl samt Instrumenten) zur Durchführung seiner Behandlungsleistungen zur Verfügung.

Die Behandlungsleistungen durch den Zahnarzt wurden in der Folge an jedem der drei Standorte für jeweils einen halben Tag pro Woche erbracht. Im vorliegenden Fall gelangt der Verwaltungsgerichtshof zum Schluss, dass der deutsche Zahnarzt infolge seiner Behandlungsleistungen eine ertragsteuerliche Betriebsstätte in Österreich begründet. Nach Ansicht des Verwaltungsgerichtshofs reicht es für die Annahme einer Betriebsstätte dabei im konkreten Fall aus, dass dem Zahnarzt in Österreich Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, über welche er während seiner Behandlungsleistungen regelmäßig und frei verfügen kann.

Stand: 26. Mai 2026

Bild: Angelov - stock.adobe.com

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